Krebs und Cannabis

Allgemeine Informationen & offener Austausch zum Thema Krebs und Cannabis

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Die Palette der medizinischen Cannabisprodukte erweitert sich rasch. Cannabis wird seit Jahrtausenden in der Medizin verwendet, und jetzt erlebt die Erforschung ihrer therapeutischen Eigenschaften eine starke Neuausrichtung.1

Krebs kann auf viele Arten seine Auswirkungen auf den menschlichen Körper zeigen. Mitunter kommen zu den klassischen Krebssymptomen auch oft viele Nebenwirkungen der konservativen Therapien (Chemotherapien etc.) zur Ausprägung.2

Wie wird Cannabis bei der Therapie von Krebs eingesetzt?

Die überwiegende Mehrheit der kontrollierten klinischen Studien, die die Verwendung von medizinischem Cannabis in der Krebsmedizin unterstützen, wurde tatsächlich mit gereinigten Cannabinoiden oder einem einzelnen Extrakt von Cannabis sativa durchgeführt, der einen gleichgroßen Anteil von Δ9-THC und CBD enthält. Auf der Grundlage dieser Studien sind einige Präparate und seine synthetischen Mitspieler von mehreren Zulassungsbehörden, als Schmerzmittel und Mittel gegen Brechreiz und Spasmen erprobt und zugelassen.1

Allerdings sind unverarbeitete Cannabisprodukte (Rohzustand) nach wie vor bei weitem die häufigste Quelle von Cannabinoiden für Patienten weltweit. Medizinische Cannabisprogramme wurden bereits in einer wachsenden Zahl von Ländern weltweit durchgeführt.

Obwohl dieses „lebende Labor“ medizinischer Cannabiskonsumenten in der Tat das Potenzial hat, einen Schatz an Beobachtungsdaten zu liefern, haben leider nur sehr wenige Studien den therapeutischen Wert beispielsweise von Cannabisölen oder verdampftem Cannabiskraut untersucht.1

Cannabis, Symptombekämpfung oder Wunderwaffe?

Cannabinoide sind eine große und wichtige Klasse komplexer Zusammensetzungen, die ein vielversprechendes therapeutisches Potenzial für die Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten, einschließlich Krebs, haben. In-Vitro und In-Vivo Studien zeigen die krebshemmende Wirkung von Cannabinoiden. Dieser Effekt ist aber von der Krebsart und der Medikamentendosis abhängig.

Das Verständnis, wie Cannabinoide in der Lage sind, wesentliche zelluläre Prozesse zu modulieren, die an der Tumorentstehung beteiligt sind, wie z.B. das Fortschreiten durch den Zellzyklus, die Zellproliferation und den Zelltod, sowie die Wechselwirkungen zwischen Cannabinoiden und dem Immunsystem sind entscheidend für die Verbesserung bestehender Medikamente und die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze.3

Welche Wirkung hat Cannabis in der Krebsmedizin?

Auf jeden Fall, ist die therapeutische Wirkung THC-reicher Präparate zur Behandlung klassischer Krebssymptome gegeben.4,5

Dazu gehören z.B. die Unterbindung von Übelkeit und Erbrechen, Appetitsteigerung, die Reduzierung von Kachexie (pathologischer Energieverlust) und die Schmerzreduktion. Typische Nebenwirkungen einer THC-reichen Medikation können Schwindel, Schläfrigkeit, Verwirrtheit und Desorientierung sein.1

CBD (Cannabidiol) kann die psychoaktiven Risiken der THC-reichen Präparate puffern bzw. mindern. Daher könnten ausgewogene THC/CBD-Präparate, natürlich wenn sie gut hergestellt und standardisiert sind, als therapeutisch sichere Option angesehen werden.6 Aber auch hier fehlen noch ausreichende Studien darüber.

[1] Guzmán M. Cannabis for the Management of Cancer Symptoms: THC Version 2.0?. Cannabis Cannabinoid Res. 2018;3(1):117–119. Published 2018 May 1. doi:10.1089/can.2018.0009

[2] Kenneth A. Conklin (2000) Dietary Antioxidants During Cancer Chemotherapy: Impact on Chemotherapeutic Effectiveness and Development of Side Effects, Nutrition and Cancer, 37:1, 1-18, DOI: 10.1207/S15327914NC3701_1

[3] Julien Berthiller MSc; et al.; Cannabis Smoking and Risk of Lung Cancer in Men: A Pooled Analysis of Three Studies in Maghreb; Journal of Thoracic Oncology; Volume 3, Issue 12, December 2008, Pages 1398-1403

[4] Pacher P, Bátkai S, Kunos G. The endocannabinoid system as an emerging target of pharmacotherapy. Pharmacol Rev. 2006;58:389–462

[5] Pertwee RG, Howlett AC, Abood ME, et al. . International Union of Basic and Clinical Pharmacology. LXXIX. Cannabinoid receptors and their ligands: beyond CB1 and CB2. Pharmacol Rev. 2010;62:588–631

[6] Russo EB. Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects. Br J Pharmacol. 2011;163:1344–1364

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Palliativbehandlung mit Cannabis

Hallo liebes Team,

meine Mutter leidet an Brustkrebs und so wie es momentan aussieht, wird leider keine Besserung mehr eintreten.

Sie kämpft schon sehr lange damit und es war mal besser und auch mal schlechter, aber momentan sind wir an einem neuen Tiefpunkt angelangt.

Ich bin sehr unerfahren in Sachen Cannabis, aber der Bettnachbarin meiner Mutter wurde Cannabis verschrieben.Es hilft ihr gegen die Schmerzen und sie berichtete mir, dass es ihr sehr viel besser ginge und sie auch wieder einen guten Appetit entwickelt habe.  Ihr geht es allerdings noch sehr viel besser als meiner Mutter. So wie es aussieht, wird meine Mutter bald auf die Palliativstation verlegt. Ich würde auch gern versuchen, dass sie Cannabis verordent bekommt. Ist das in Ihrem Stadion denn noch sinnvoll bzw. wirkungsvoll?

Grüße aus Düsseldorf

 

Hallo,

in der Tat hat Cannabis besonders im Palliativen Bereich seine Berechtigung. Die Cannabinoide THC und CBD sind sowohl schmerzlindernd und kramplösend. Noch wichtiger ist hier auch die Appetitanregung. In diesem Fall gibt es Cannabis Extrakte in Tropfen Form. Die Tropfen sind einfacher zur Anwendung. Sprechen Sie mit ihrem Arzt drüber. Noch wichtiger für Sie ist auch die Kostenübernahme von Ihrer Krankenkasse. Bei Palliativ Patienten muss die Kasse innerhalb 5 Tage nach Antragstellung antworten.

Oh wow, das wusste ich nicht. Vielen Dank für die Informationen auch im Bezug auf die Krankenkasse.

Liebe Grüße

Hallo,

ich wollte mal ein kleines Update geben. Nachdem ich mir auch noch telefonisch ein paar Informationen aus der Apotheke eingeholt habe, habe ich den behandelnden Arzt meiner Mutter auf die Verordnung von Cannabis angesprochen. Ich habe ihn auch auf die Bedeutung eines Extraktes hingewiesen. Er zeigte sich sehr kooperativ und meine Mutter bekam das Vollspektrumextrakt Tilray THC 25 verordnet. Die Anwendung ist sehr einfach und das Extrakt hilft meiner Mutter gegen Schmerzen und sie isst auch wieder ein bisschen was. Ich denke, ihre Lebensqualität hat sich dadurch verbessert. Auch der Antrag bei der Krankenkasse wurde beim ersten Anlauf genehmigt.

Ich kann nur jedem empfehlen, sich richtig zu informieren und sich auch zu trauen, diese Therapieoption zumindest anzusprechen. Ich bin sehr froh, dass ich hier Kontakte gefunden und professionellen Antworten auf meine Fragen bekommen habe.

Danke und liebe Grüße

Hallo Elvisfan,

vielen Dank für Ihren Beitrag und die postive Rückmeldung. Es freut uns, dass der Cannabisextrakt Ihrer Mutter bei den Schmerzen hilft und die Krankenkasse den Antrag auf Kostenübernahme genehmigt hat.

Vielleicht gibt es noch andere Forummitglieder, die hier über ihre Erfahrungen mit Medizinalcannabis und Krebs berichten möchten.

Viele Grüße

Dr. Thorsten Tuschy

Hallo,

ich habe auch noch etwas zum Thema.

Ich kenne ein paar Beispiele aus meinem Bekanntenkreis, wo Cannabis bei der Behandlung von Krebs gegen die Schmerzen und auch gegen das „Kopfkino“ eingesetzt wird. Mentale und körperliche Entspannung spielen dabei eine wichtige Rolle. Ich denke, dass Cannabis eine Krebsbehandlung auf verschiedene Arten positiv beeinflussen kann. Vor allem die stimmungsaufhellende Wirkung sollte nicht unterschätzt werden. Schließlich wirkt sich das auch auf das Umfeld der Patienten aus und kann die Lebensqualität entscheidend verbessern.

Gruß

 

Servus aus Regensburg! Ich möchte allen anderen Patienten nur Ermutigen, fragt Eure behandelnde Ärzte um eine Therapie mit medizinischem Cannabis! Lässt nicht locker!I Es geht um Euch!! Ich habe Narkolepsie, Polineuropathie, RLS, OSA, Beatmungspflichtig, Diabetes mellitus Typ 2, usw.! Ich wurde vor 10 Monaten auf medizinisches Cannabis eingestellt! Ich kann es Euch nicht in Worte fassen! Vor Beginn hatte ich Pflegestufe 2, diverse Schmerzhämmer, wie Tilidin, Tramal, Morphium Pflaster, Gabapentin, Pramipexol, usw.,,! Mittlerweile habe ich täglich 14 Tabletten weniger, komplett abgesetzt! Eine neue Lebensqualität! Nunmehr habe ich einen Hundewelpen, der als Begleit-,und Assistenz Hund ausgebildet werden soll! Bis jetzt auf dem besten Weg!! Ich bin jetzt körperlich wesentlich belastbarer, meine Schmerzen sind erträglicher und steuerbar!! Mein Vater hat Lungenkrebs, Finalstadium! Chemotherapie und Bestrahlung! Alles hat nicht geholfen, Nebenwirkungen wie Übelkeit und Appetitlosigkeit, sowie massive Schmerzen ein zu dämmen! Erst als die Tumorspezialisten auf medizinische Cannabis in Form von Tropfen umstellten, ging es Ihm wesentlich besser!! Er hält sein Gewicht, Appetit stellt sich auch wieder ein! Und das wichtigste, “ SCHMERZFREI“ !! Er kann sein Schmerzmanagement dadurch fast selbstständig regeln! Somit stärkt sich auch sein Selbstwertgefühl! Und klar zu stellen, mein Vater ist nach  Applikation der Tropfen weder  Desorientiert oder übermäßig Schläfrig, verpeilt oder so! Bei den anderen Schmerzmedikamenten hatte er diese Nebenwirkungen schon! Und vor allem, mit dem ganzen Morphium Rotz, hatte er massive Obstipation Probleme!! Mit den Cannabis Tropfen kann er alles mit Hilfe von Flohsamen selber regeln! Und eines zum Schluss! Besseren Service, und fachliche Kompetenz, wie hier bei den Profi’s von Apotheke LUX99 gibt es nirgends im gesamten Bundesgebiet! Egal ob Beratung zu den Produkten, oder Hilfestellung bei Fragen zur Antragsstellung zur Kostenübernahme durch KK! Ich wurde immer bestens Beraten, ich bestellte alle genehmigten Hilfsmittel wie Vaporisator usw. Über LUX99! Schnelle Lieferung, super Beratung! Alles Top!

Mfg aus der Oberpfalz

Oberpfalz-Klaus

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