Apotheke LUX ‍99 50426 Köln   02233 545 5250Rückruf anfordern

CANNABIS GEGEN MIGRÄNE

Studienbasierte Informationen und offener Austausch über Migräne & Cannabis

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on email
Share on print

Was ist Migräne?

Ca. eine Milliarde Menschen sind weltweit von Migräne betroffen.1 Die Migräne ist eine häufige, stark behindernde primäre Kopfschmerzerkrankung. Etliche epidemiologische Studien belegen die hohe Verbreitung und die immensen sozioökonomischen und persönlichen Auswirkungen. In einer Studie zur globalen Krankheitslast (Global Burden of Disease Survey 2010, GBD2010) wurde diese als das weltweit dritthäufigste Krankheitsbild eingestuft. In der GBD2015 wurde ihr weltweit bei Männern wie auch bei Frauen unter 50 Jahren der Rang der dritthöchsten Ursache von Behinderungen zuerkannt.2

Wirkt Cannabis therapeutisch bei Migräne?

Der Einsatz von Cannabis zur Behandlung von Kopfschmerzen / Migräne reicht Hunderte bis Tausende von Jahren zurück.3,4 

Diese Behandlungsmöglichkeit findet derzeit wieder unter medizinischen Cannabis Konsumenten immer mehr Anklang.5,6 Der Konsum von Cannabis zur Linderung von Kopfschmerzen und Migräne ist zwar relativ häufig, doch die Forschung zu seiner Wirksamkeit ist nach wie vor spärlich.7

Welchen Stellenwert hat das ECS (Endocannabinoidsystem) bei der Behandlung von Migräne?

Interessanterweise wurde bei Patienten mit chronischer Migräne ein Anandamidmangel festgestellt.8 

Anandamid, ‘das Glücksmolekül’, ist eine körpereigene Aminosäure, die an die Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems andockt9, ähnlich wie THC und CBD. Es deutet weiter darauf hin, dass ein unterversorgtes Endocannabinoidsystem (ECS) zur Migräneanfälligkeit beiträgt.7

Welche Auswirkungen hat der Einsatz von Cannabis auf Migräne?

Es gibt Lang- und Kurzzeitstudien, die die Auswirkungen von inhaliertem Cannabis auf die Schwere der Kopfschmerzen und Migräne zu untersuchen.

Es wurde nach Cannabiskonsum eine Abnahme der Schwere der Kopfschmerzen um 47,3 % und Migräne um 49,6 % berichtet.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Cannabiskonsum durch Inhalation den wahrgenommenen Schweregrad von Kopfschmerzen und Migräne um fast 50 % reduziert.7

Eine weitere 3-monatige (+ 4 Wochen Follow-up) Studie zeigte, dass eine THC-CBD-Kombination zur Migräne-Prophylaxe mit einer Reduktion der Attacken um 40,4 % sogar geringfügig besser wirkte als konventionelle Schmerzpräparate (40,1 %). Bei Migränikern reduzierten die Cannabinoide die Schmerzintensität um 43,5 %. Es wurde zwar von auftretender Müdigkeit und Konzentrationsschwächen berichtet, dennoch waren die im Studienzeitraum zu beobachtenden Nebenwirkungen durchwegs gering.10

[1] Copyright © 2019 Deutsche Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft e.V.. All Rights Reserved.

[2] International Classification of Headache Disorders 3rd edition; https://ichd-3.org/de/1-migrane/

[3] Lochte BC.; et.al.; The use of cannabis for headache disorders.; Cannabis Cannabinoid Res. 2017; 2.1: 61-71

[4] Russo E.; Cannabis for migraine treatment: the once and future prescription? An historical and scientific review. Pain. 1998; 76: 3-8

[5] Baron EP.; et.al.;Patterns of medicinal cannabis use, strain analysis, and substitution effects among patients with migraine, headache, arthritis, and chronic pain in a medicinal cannabis cohort.; J Headache Pain. 2008; 19: 37-64

[6] Sexton M.; et.al.; Cross-sectional survey of medical cannabis users: Patterns of use and perceived efficacy.; Cannabis Cannabinoid Res. 2016; 1: 131-138

[7] Carrie Cuttler, PhD; et.al; Short- and Long-Term Effects of Cannabis on Headache and Migraine (Published:November 09, 2019)

[8] Greco R.; et.al.; Endocannabinoid system and migraine pain: An update.; Front Neurosci. 2018; 12: 1-7

[9] Devane WA.; et.al.; Isolation and structure of a brain constituent that binds to the cannabinoid receptor.; Science. 1992 Dec 18;258(5090):1946-9.

[10] 3rd EAN Congress Amsterdam 2017, Abstract Nicolodi, et al.; Therapeutic Use of Cannabinoids – Dose Finding, Effects and Pilot Data of Effects in Chronic Migraine and Cluster Headache

Bitte achten Sie auf einen respektvollen Umgang miteinander!

Untersagt sind folgende Punkte:

  • erniedrigende Kommentare, welche sich auf jemandes Geschlecht, Religion, Ethik, Physik, Sexualität usw. beziehen,
  • die Verbreitung von Hass in jeglicher Form,
  • Kommentare mit illegalem Inhalt,
  • Spam in jeglicher Form,
  • Plagiate,
  • Benutzernamen mit Namen von bekannten Persönlichkeiten oder Marken, Unternehmen etc.,
  • Werbung für Produkte oder externe Webseiten,
  • Handel mit Medikamenten oder anderer Ware,
  • das Teilen personenbezogener Daten und vertraulichen Informationen im Forum (Ihre eigenen Daten sind eingeschlossen),
  • das Teilen von Links, von welchen eine Virus-Gefahr ausgeht,
  • das Teilen von verkürzten Links; für das Teilen von externen oder internen Webadressen, verwenden Sie bitte unbedingt die ursprüngliche Adresse – keine Weiterleitungen!

Die Kommentare oder Beiträge, die gegen die gennanten Punkte verstoßen, werden kommentarlos gelöscht.

Forum-Navigation
Sie müssen sich anmelden, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Migräne

Nach fast 2 Jahren Cannabis brauche ich weder Aspirin noch Paracetamol oder Ähnliches gegen Migräne. Vor der Behandlung mit Cannabis verbrauchte ich, mit wenig Erfolg, fast jeden Monat je eine Packung davon. Jetzt erholen sich meine Nieren allmählich deutlich,vor allem seit dem ich Cannabis als Tee trinke und nicht mehr vape.

Hallo Zusammen!

 

Dieses Thema würde mich auch sehr stark interessieren.

Ich habe seit ein paar Monaten mit extremen Kopfschmerzen / Migräne zu kämpfen.

Da ich Schmerzmittel nicht so gut vertrage, möchte ich versuchen auf eine Behandlung mit Cannabis umzusteigen.

Gibt es hier bestimmte Sorten, die empfehlenswert sind?

 

Vielen Dank und LG,

Lisi

Hallo Lisi,

vielen Dank für Ihren Beitrag.

Allgemein ist die Therapie mit cannabinoidhaltigen Arzneimitteln sehr individuell. Es gibt nicht die eine Sorte für eine bestimmte Indikation. Grundsätzlich werden viele Indica-Sorten von den Patienten als körperlich beruhigend beschrieben. In unserer Sorten-Übersicht finden Sie die Angabe hinter jeder Blüte, ob es eher eine Sativa- (körperlich anregend) oder Indica-lastige Sorte ist. Das ist zwar wissenschaftlich nicht ausreichend beschrieben, die Erfahrungsberichte unserer Kunden gehen aber in die gleiche Richtung.

Wenn Sie noch noch keine Erfahrungen mit Medizinalcannabis haben, empfiehlt es sich mit einer ausgeglichenen Sorte zu starten mit einem eher geringen THC- und CBD-Gehalt.

Wir freuens uns aber auch über jeden Erfahrungsbericht.

Ihre Frage ist sicherlich nicht mit diesen kurzen Sätzen ausreichend beantwortet. Gerne können Sie sich jederzeit auch telefonisch bei uns melden, dann können wir noch ausführlicher auf Ihre Fragestellung eingehen und Ihnen auch eine konkrete Sorte empfehlen.

Viele Grüße

Dr. Thorsten Tuschy

Hallo,

ich will ein paar Anregungen geben, mit welchen „schwachen“ Sorten man sich an eine Cannabis-Therapie herantasten könnte.

Da wäre zum Beispiel die Hybridsorte Pedanios 8/8. Hybridsorten haben ein ausgeglichenes Wirkstoffprofil (in diesem Fall 8% THC und 8% CBD). Aufgrund der niedrigen Wirkstoffkonzentration ist sie auch für Menschen ohne Vorerfahrung mit Cannabis geeignet. Vor allem hat es einen hohen Gehalt des Terpens Myrcen, das ja schmerzlindernd wirken soll.

Zu diesem speziellen Terpen habe ich folgendes herausfinden können: Der Duftstoff stimuliert die Freisetzung körpereigener Opioide, was Schmerzen lindern kann. Außerdem kann es sedativ wirken. Myrcen ist auch in Hopfen enthalten.

Gruß

 

 

Hallo Guenther,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Die Sorte Pedanios 8/8 ist sicherlich eine Sorte für viele Indikationen mit der man eine Therapie beginnen kann. THC und CBD sind die Hauptwirkstoffe in der Cannabis-Pflanze und unterstützen bzw. hemmen sich in vielen Wirkungen. So kann CBD die psychoaktivierende Wirkung von THC herabsetzen, was wie Sie beschreiben gerade für Cannabis-naive Patienten von Vorteil ist.

Ebenfalls korrekt ist Ihre Beschreibung der Terpens Myrcen. Hier haben Tierversuche eine schmerzlindernde und sedierenden Wirkung zeigen können. Dieses Zusammenspiel zwischen Terpenen und Cannabinoiden nennt man übrigens „Entourage-Effekt“. Dieser Effekt dient der Eklärung, warum eine Therapie mit Cannabisblüten bzw. ein Extrakt aus diesen einer Therapie mit den isolierten Einzelbestandteilen THC und CBD bei vielen Indikationen überlegen ist. Hierzu laufen im Moment intensive Forschungen.

Auf cannabis-apotheke.de können Sie das Terpenprofil von vielen Sorten einsehen (einfach auf „mehr“ hinter der jeweiligen Sorte klicken).

Aber im Grunde ist die Therapie mit Medizinalcannabis sehr individuell. Vielleicht gibt es noch andere Forumsmitglieder, die hier Ihre Erfahrungen teilen möchten. Welche Sorten werden noch für die Therapieeinleitung bzw. für die Therapie gegen Kopfschmerz/Migräne genutzt?

Viele Grüße

Dr. Thorsten Tuschy

 

Hallo,

meine Frau und ich leiden beide unter wechselnd-starker Migräne. Wir haben aber deutlich unterschiedliche Symtome.

Bei uns helfen verschiedene Sorten. Allgemein haben wir festgestellt das bei ihr Sorten mit einem hohen THC-Gehalt helfen, wobei sich bei mir eher welche mit einem hohen CBD-Gehalt wirksam zeigen.

Meine Frau meint das G13xAmnesia hat bei ihr sehr gut geholfen, wenn sie nur wenige Züge davon genommen hat. Der Schmerz gehe schnell weg und man bekäme nicht so einen Druck im Kopf wie bei anderen Sorten.

Meine Migräne hält meist länger an als bei meiner Frau und ist meist etwas Dumpfer, aber habe auch zwischendurch richtige Attacken mit Aura.
Leider hilft da auch kein Kaffee bei mir. Durch Zufall habe ich mal eine unbekannte CBD-Sorte geraucht und diese hat den dumpfen Schmerz wirklich nahezu eliminiert.

Für Tipps bei den Sorten wäre ich ebenfalls Dankbar.

Grüße Dirk

Hallo Zusammen,

danke erstmal für die ausführlichen Antworten! Ich werde mich mal an die empfohlenen Sorten rantasten und meine Erfahrungen anschließend mit Euch teilen 🙂

LG, Lisi

Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der allgemein erhöhten Auftragslage in der Vorweihnachtszeit vereinzelnd zu längeren Bearbeitungszeiten kommen kann.
Am häufigsten gestellte Fragen

Senden Sie uns eine Kopie Ihres Rezeptes über unser Reservierungsformular und versenden Sie Ihr Original-Rezept per Einschreiben über die Deutsche Post an unsere Postfachadresse:

Apotheke LUX 99
50426 Köln 

Anhand der Rezeptkopie bereiten wir Ihr Cannabis-Medikament vor und sobald Ihr Rezept in unserer Filiale eintrifft, rufen wir Sie an, um einen genauen Liefertermin für Ihr Paket zu vereinbaren.

Wenn Sie Ihr Rezept – wie empfohlen – per Einschreiben verschickt haben, können Sie deren Lieferstatus jederzeit auf der Seite der deutschen Post verfolgen.
Sollte das Rezept bereits zugestellt sein, rufen wir Sie schnellstmöglich an, um Ihren Wunsch-Liefertermin zu vereinbaren.

Auf Rechnung oder per Lastschrift.

Unter einem Betrag von 500€ erhalten Sie von uns eine Rechnung und können ganz bequem innerhalb von 14 Tagen überweisen.
Bei höheren Beträgen verwenden wir das Lastschriftverfahren. Selbstverständlich bieten wir Ihnen das Lastschriftverfahren auch bei niedrigeren Beträgen an.
Ebenso ist eine direkte Abrechnung mit ihrer (privaten) Krankenkasse möglich.

Anmelden

oder

Ihre Vorteile eines anonymen Benutzerkontos:

Login

Melden Sie sich an, um Sorten zu bewerten oder im Cannabis Forum beizutreten.  

Hallo!

Teile Sie uns mit, was Ihnen am Herzen liegt! Wir haben immer ein offenes Ohr. 

Wird nicht veröffentlicht. (Alle Felder sind Pflichtfelder.)
Wird nicht veröffentlicht.
Wir sind dankbar für jeden Stern.
rating fields

Rückruf Service

Füllen Sie bitte das Formular aus und wir rufen Sie zu Ihrem Wunschtermin zurück.

* Pflichtfelder