Orale Anwendung von Cannabis

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Seit wann wird Cannabis oral angewendet?

Die erste Form von medizinischem Cannabis bzw. der Verzehr von Cannabis als Medizin reicht 2.500 Jahre zurück bis ins alte China und wahrscheinlich noch viel früher. Ma-Fen oder ‘gemahlener Hanf’ aus weiblichen Cannabisblüten, wurde im frühesten bekannten chinesischen Heilkräuterlexikon zur Behandlung von Malaria, Rheuma und Menstruationsschmerzen empfohlen. Dasselbe Lexikon warnt davor, dass Hanfsamen bei denen, die sie essen, Dämonen hervorrufen können.1,2

Cannabis ist ein Eckpfeiler der traditionellen indischen Medizin. Manche nennen es das „Penicillin der ayurvedischen Medizin“. Bhang, das traditionelle indische Cannabisgetränk, wird in ganz Indien als allgemeines Stärkungsmittel eingenommen.2

Wie wirkt oral eingenommenes Cannabis?

Oral eingenommenes Cannabis hat gegenüber gerauchtem oder verdampftem Cannabis mehrere Vorteile, vor allem in der Verlängerung der Dauer der medizinischen Wirkung. Es wird meist sublingual (unter der Zunge) appliziert. Es gibt ein sehr breites Spektrum von Reaktionen auf orales Cannabis, und Patienten, denen 20 Milligramm orales Cannabis verabreicht werden, nehmen es jeweils unterschiedlich schnell auf und verstoffwechseln es mit unterschiedlicher Effizienz.2

Welche Risiken bringt die orale Einnahme von Cannabis?

Als Faustregel gilt, dass oral verabreichtes Cannabis eine doppelt so lange Wirkung hat wie gerauchtes Cannabis. Die Absorption von oral verabreichtem Cannabis ist langsam und unregelmäßig. Der Wirkungseintritt kann bei den Patienten sehr unterschiedlich sein und reicht von Extremwerten von 15 bis 180 Minuten.

Im Vergleich zur Inhalation dauern die oralen Cannabiswirkungen länger und klingen über einen Zeitraum von fünf bis acht Stunden langsamer ab.2

Das größte Risiko bei der Verwendung oraler pflanzlicher Cannabisprodukte ist die Übermedikation, die zu einem erschreckenden Maß an Psychoaktivität und Angst führen kann. Und wenn diese Symptome in wenigen Stunden abklingen, kann es eine schwer zu ertragende Erfahrung sein.4

Welche Inhaltsstoffe verursachen welche Effekte?

Mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Cannabissorten, die andere Cannabinoide als THC enthalten (wie z.B. CBD), können orale Cannabiszubereitungen mit modifizierter, reduzierter oder keiner Psychoaktivität hergestellt werden – je nach dem Verhältnis von CBD zu THC in der Zubereitung. Ein Verhältnis von CBD zu THC von acht zu eins eliminiert typischerweise die Psychoaktivität von THC. Alternative Cannabinoide, wie CBD und THCV, können auch für Patienten interessant sein, für die konventionelle THC-Psychoaktivität ein Problem darstellen könnte.5,6 Viele Experten betrachten diese alternativen Cannabinoide als die Zukunft der pflanzlichen Cannabismedizin.7

Orale Anwendung – eine Revolution?

Das Einatmen von krebserregenden Verbrennungsstoffen im Zusammenhang mit dem Rauchen gilt allgemein als das größte Gesundheitsrisiko im Zusammenhang mit der Verwendung von medizinischen Cannabisprodukten. Zu den Strategien zur Verringerung von Atemwegserkrankungen und anderen unerwünschten Nebenwirkungen, die sich aus dieser verbreiteten Praxis ergeben, gehören der Verzicht auf die Inhalation (klassischer Rauchkonsum) und der Ersatz durch andere Verabreichungswege. Insbesondere, orale Einnahme.8

[1] Mary Lynn Mathre, R.N.; Cannabis in Medical Practice: A Legal, Historical and Pharmacological Overview of the Therapeutic Use of Marijuana, McFarland, 01.07.1997 – 247 Seiten; S. 35;

[2] Michael Backes, Cannabis Pharmacy: The Practical Guide to Medical Marijuana, Hachette UK, 09.09.2014 – 272 Seiten

[3] Indian Hemp Drugs Commission. 1894. Report of the Indian Hemp Drugs Commission. Simla, India: Government Central Printing Office. [Abridged reprint (1969), Silver Spring, Maryland: Thomas Jefferson Publishing Co.]

[4] Tait R., Caldicott D., Mountain D., Hill S., Lenton S. A systematic review of adverse events arising from the use of synthetic cannabinoids and their associated treatment. Clin Toxicol (Phila). 2016;54(1):1–13.

[5] Di Forti M., Sallis H., Allegri F., et al Daily use, especially of high-potency cannabis, drives the earlier onset of psychosis in cannabis users. Schizophr Bull. 2014;40(6):1509–1517.

[6] Hall W., Degenhardt L. High potency cannabis: a risk factor for dependence, poor psychosocial outcomes, and psychosis. BMJ. 2015;350:h1205

[7] Lafaye, Genevieve et al. “Cannabis, cannabinoids, and health.” Dialogues in clinical neuroscience vol. 19,3 (2017): 309-316.

[8] Franjo Grotenhermen (2001) Harm Reduction Associated with Inhalation and Oral Administration of Cannabis and THC, Journal of Cannabis Therapeutics, 1:3-4, 133-152, DOI: 10.1300/J175v01n03_09

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Cannabis – Tee Zubereitung

Für 2 Tassen Tee
In 500ml Wasser die halbe Tagesdosis Cannabis-Blüten geben, sowie nach Geschmack und Belieben:
Ingwer, gemahlener Kardamom und schwarzer Pfeffer, Zimtstange oder Pulver, Lebkuchengewuerz, Nelke, Muskatbluete, Sternanis sowie (ganz wichtig, darf nicht fehlen )
1 El Kokosraspeln ,
denn
ohne etwas Fettzugabe geht der Wirkstoff nicht richtig in den Tee über! Zur Not geht auch Pflanzenfett oder Butter.
Das Ganze aufkochen und 10 Minuten bei kleiner Flamme köcheln lassen. Dann vom Herd nehmen und noch 1 Beutel Schwarztee hinzu,nochmal 10 Minuten ziehen lassen. Mit wenig Milch und Rohrohrzucker servieren, wer mag, mit Sahnehäubchen und Zimtpulver garniert. Dieser Cannabistee schmeckt auch als Eistee.
Fuer 1 Tasse Tee
250ml Wasser mit Pflanzen Fett (z. B. Sonnenblumen – Öl)und etwa 1g Cannabis – Blüten 10 Minuten auf kleinster Flamme kochen lassen, vom Herd nehmen und 5 Stängel frische Minze hinzu fügen. 8 bis 10 Minuten ziehen lassen. Mit Rohrohrzucker servieren.

Hallo Anna,

 

vielen Dank für deinen Beitrag und dem darin enthaltenen Rezept.

Ich war anfangs eher skeptisch was das Thema „Cannabis“ im Allgemeinen betrifft.

Jetzt möchte ich mich aber langsam rantasten und da scheint die Zubereitung eines Tees als Einstieg optimal zu sein.

Können hierbei alle Sorten verwendet werden, oder eignet sich eine bestimmte Sorte besonders gut dafür?

Werde die Zubereitung auf jeden Fall probieren und danach hier darüber berichten!

 

LG,

Lisi

 

Hallo Lisi,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Für die Zubereitung eines Tees sollte die verwendete Sorte keine Rolle spielen.

Viele Grüße

Dr. Thorsten Tuschy

Hallo Zusammen,

danke für das tolle Tee-Rezept, diese Art der Einnahme ist für meine Frau die Liebste. Im Sommer ist die Zubereitung eines Cannabis – Eistees optimal. Es löscht den Durst und steigert das allgemeine Wohlbefinden.

Top!

Grüße

Dirk

Hallo,

das ist ja mal eine tolle Idee. Wird direkt ausprobiert! 😉

Ich habe oft einen Cannabis-Kaffee aufgekocht. Perfekt um den Körper morgens mit einem warmen Getränk zu versorgen und entspannt in den Tag zu starten (empfehle ich eher am Wochenende :D).

Hier das Rezept für alle, die es ausprobieren möchten:

Zutaten

  • Etwa ½ Gramm Gras (fang mit dieser Menge an und passe sie nach Wunsch an)

  • 3 Tassen Wasser

  • Kaffee

  • Kokosöl oder Butter

  • Optional: Zutaten zum Würzen (wie Muskatnuss, Milch oder Zimt)

  1. Zuerst zermahlst Du das Cannabis so fein wie Du nur kannst. Dies wird gemacht, um die Oberfläche zu erhöhen, was gewährleistet, dass die meisten Cannabinoide herausgelöst werden.

  2. Gib die 3 Tassen Wasser in einen Topf und bring es zum Kochen.

  3. Gib 2 Esslöffel Butter oder Kokosöl (vegan und gesünder!) mit ins Wasser. Hinweis: Dieser Schritt ist wichtig für den richtigen Aufguß. Cannabinoide sind nicht wasserlöslich, und benötigen Fette, wie sie in Butter und Kokosöl zu finden sind, um in den flüssigen Zustand überzugehen.

  4. Gib das Gras in die Mischung.

  5. Laß diese Mischung für 40 Minuten köcheln. Dadurch wird sichergestellt, daß alles THC, CBD und andere Cannabinoide vollständig in die Flüssigkeit übergehen. Rühre die Mischung häufig um, um sicherzustellen, daß das Gras sich nicht am Topfrand absetzt. Hinweis: Wenn Du diese Zeit verringern willst, verwende angereichertes Cannabisöl! Lies hier, wie Du Cannabis Kokosöl herstellst.

  6. Seih die Mischung in einen anderen Behälter ab, um das Pflanzenmaterial zu entfernen.

  7. Verwende nun dieses gekochte Cannabis, Öl und Wassergemisch, um Deinen Kaffee zuzubereiten – sei es mit einem Sieb oder Instantkaffeee, das Ergebnis wird das gleiche sein.

  8. Sobald der Kaffee fertig ist, verwende einen Stabmixer, um das Ölgemisch gründlich mit dem Kaffee zu vermischen, dies wird den Geschmack um einiges verbessern.

  9. Milch hinzufügen und mit Muskatnuss bestreuen.

  10. Geniessen!

Wie bei allen Lebensmitteln mit Cannabis solltest Du die Wirkung nach 40-60 Minuten fühlen und sie wird stärker sein, als hättest Du es geraucht, also erhöhe die Dosis in kleinen Schritten.

Grüße, Harry

Hallo Zusammen,

danke für die tollen Tipps!

Sowohl der Kaffee als auch der Tee wurde vor ein paar Wochen, gemeinsam mit meinem Partner, getestet und für richtig lecker befunden!! 🙂

Über weitere Rezepte würde ich mich freuen.

Liebe Grüße

Lena

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